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Omnisend-Alternative: fang bei deinen Flows an

Nils Spölgen1. Oktober 20267 Min. LesezeitZuletzt geprüft: Oktober 2026
Keaz Cover: eine Omnisend-Alternative ausgehend von den eigenen automatisierten Flows auswählen

Kurz zusammengefasst

Omnisend-Alternative gesucht? Zwei bis drei automatisierte Nachrichten verdienen fast alles. Die zuerst prüfen — danach zählen nur noch drei Kriterien.

Wenn du eine Omnisend-Alternative suchst, ist deine Auswahlliste längst geschrieben — sie steht in deiner eigenen Flow-Übersicht. Die meisten Shopify-Shops betreiben acht bis zehn automatisierte Nachrichten und verdienen fast alles mit zwei oder drei davon. Diese zwei oder drei sind deine komplette Anforderung. Alles andere auf einer Funktionsseite ist ein Vergleich, den du nicht gewinnen musst.

Kurz gesagt

  • ~40 % des WhatsApp-Umsatzes kommen aus einem einzigen Flow — Cart Recovery, mit 18–30 % Conversion. Finde dein Gegenstück, bevor du dir eine Demo ansiehst.
  • 35–55 % auf über 85 % — der Anteil deiner Kund:innen aus den letzten 12 Monaten, den du auf WhatsApp erreichst, vorher und rund 60 Tage nach der Reichweitenarbeit. Reichweite multipliziert jeden Flow.
  • 3 getrennte Einwilligungen: Shopify speichert die Erlaubnis für E-Mail, SMS und WhatsApp als eigenständige Felder an einem Kontakt. Keine davon schließt eine andere ein.

Warum beginnt die Auswahlliste bei deinen eigenen Flows?

Weil die Anforderung schon existiert und nur niemand sie aufgeschrieben hat. Ein Funktionsvergleich fragt, was ein Tool kann. Deine Flow-Übersicht stellt die bessere Frage — wofür zahlst du diese Kategorie eigentlich, und welcher Teil davon verdient? Das sind zwei verschiedene Listen, und nur die zweite gehört dir.

Öffne, was heute läuft, und schreib jede automatisierte Nachricht in eine Zeile: Was löst sie aus, wer bekommt sie, und was hat sie in den letzten 90 Tagen gebracht? Das dauert etwa eine Stunde und überlebt den Wechsel, weil es dein Shop beschreibt und kein Produkt. Wenn du lieber mit Shop-Kennzahlen startest — Wiederkaufrate, Bestellabstand, Wert pro Kund:in — stehen die vier Zahlen, die zuerst zählen, im selben Admin.

Eine so gebaute Auswahlliste wird kurz. Genau das ist der Zweck. Die Alternative ist, Anbieter nach Funktionen zu bewerten, die du nie einschaltest — und so zahlen Shops für eine Suite und betreiben drei Nachrichten daraus.

Welche deiner Flows verdienen wirklich?

Zwei oder drei, in fast jedem Shop. Die Verteilung ist schief, und du solltest wissen, an welchem Ende du stehst, bevor dir jemand Breite verkauft.

Auf WhatsApp ist das Muster deutlich genug, um damit zu planen. Cart Recovery konvertiert mit 18–30 % und trägt allein rund 40 % des Kanalumsatzes. Back-in-Stock konvertiert mit 25–40 %, weil die Absicht schon da war, als die Kundin benachrichtigt werden wollte. Eine Welcome Series verdient pro Nachricht weniger, richtet aber alles Folgende ein. Der Rest — Browse Abandonment, Re-Order Reminder, Winback, Bewertungsanfragen, Geburtstag — ist echt und lohnt sich, entscheidet aber keine Tool-Wahl.

Lass dir von deinem heutigen Reporting den Umsatz pro automatisierter Nachricht geben, nicht pro Kanal. Eine Kanalsumme verdeckt die Schieflage vollständig: Sie trennt die eine Nachricht, die das Programm trägt, nicht von den fünf, die es verwässern — und das ist genau der Vergleich, den du brauchst. Welche Flows zuerst zahlen, hängt außerdem vom Sortiment ab: Re-Order Reminder tragen Pet-, Beauty- und Food-Shops deutlich weiter als Kategorien mit langer Überlegungsphase. Die Bandbreiten je Branche stehen auf der Branchen-Seite.

Was brauchen diese zwei oder drei Flows konkret?

Drei Dinge, und alle drei sind an einem Nachmittag im Testaccount prüfbar. Alles Weitere ist Geschmack.

  1. Der Trigger muss existieren. Ein Flow ist nur so gut wie das Ereignis, das ihn startet. Keaz-Flows beginnen an einem dokumentierten Ereignis — einem Kauf, einem abgebrochenen Checkout, einem Chat-in oder einem eingehenden Webhook. Schreib auf, welches Ereignis jede deiner verdienenden Nachrichten starten soll, und prüfe, ob es auf der Liste steht, statt es aus der Produktkategorie abzuleiten. Worauf die Plattform läuft, steht auf der Vorlagen-Seite.
  2. Der Kanal muss deine Kund:innen erreichen. Das ist die Zahl, die alle anderen deckelt, und die, die keine Demo zeigt — in einer Demo sitzt immer ein Testkontakt. Die Customer Contact Coverage ist der Anteil deiner Kund:innen aus den letzten 12 Monaten, den du tatsächlich anschreiben kannst: Die meisten Shops starten bei 35–55 % und kommen in rund 60 Tagen über 85 %. Mit angebundenem Klaviyo bewegt sich die Marketing Contact Coverage — der Anteil deiner E-Mail-Abonnent:innen, der auch auf WhatsApp erreichbar ist — von 15–30 % auf 50–70 %.
  3. Die Zuordnung muss pro Flow funktionieren. Gib jedem Flow einen eigenen Rabattcode, dann hat die Frage "hat es gewirkt" in Woche eins eine Antwort statt in Monat drei eine Diskussion. Umsatz pro Kanal reicht nicht, um einen Nachfolger zu beurteilen.

Am billigsten beginnst du bei der Reichweite — und zwar bevor du dich für irgendetwas entschieden hast. Die Telefonnummer im Checkout wird bei rund 22 % erfasst, wenn das Feld stumm danebensteht, und bei 65–70 %, wenn aktiv danach gefragt wird, mit einer Zeile Begründung daneben. Schritt für Schritt steht das in Telefonnummer im Checkout. Und wenn du deine Lücke lieber in Euro als in Prozent siehst, rechnet die Umsatzprognose sie auf deinen eigenen Shopify-Daten aus.

Was kommt auf keinen Fall mit?

Eine Sache, und sie verdient einen eigenen Absatz, weil sie der einzige Punkt auf dieser Seite ist, den du nachträglich nicht reparieren kannst: Die Erlaubnis gehört zu einem Kanal, nicht zu einem Anbieter.

Shopifys eigenes Datenmodell sagt das unmissverständlich. Ein Kontakt trägt die Marketing-Erlaubnis für E-Mail, SMS und WhatsApp als drei getrennte Zustände, einzeln und per Massenbearbeitung unabhängig voneinander änderbar (Shopify Help Center, abgerufen am 2026-10-01). Wer das Newsletter-Häkchen gesetzt hat, hat E-Mail zugestimmt. Über jeden anderen Kanal sagt dieses Häkchen nichts.

Rechtlich sieht es genauso aus. Nach der Datenschutz-Grundverordnung (Verordnung (EU) 2016/679) muss eine Einwilligung freiwillig, für den bestimmten Fall, informiert und so leicht widerrufbar wie erteilbar sein — und "für den bestimmten Fall" ist der Teil, der hier zählt. Eine importierte Liste startet auf einem neuen Kanal also bei null, egal wie lange sie auf dem alten gewachsen ist. Keaz bildet das als Opt-in-Level am Kontakt ab, und jeder Marketing-Flow kann ein Mindestlevel verlangen, bevor jemand hineinläuft.

Die praktische Brücke ist, deine bestehenden Abonnent:innen das Gespräch selbst beginnen zu lassen — meist über einen Link oder QR-Code in einer E-Mail, die du ohnehin verschickst. Das funktioniert mit jedem E-Mail-Tool, das du schon nutzt. Für Kund:innen, die länger als zwölf Monate ruhen, fragt Smart Activation einmal, statt zu senden, und ist bewusst auf zwei Durchläufe pro Jahr begrenzt. Welche Erfassungswege ein wirksames Opt-in erzeugen, steht in unserem Guide zum DSGVO-konformen WhatsApp-Opt-in.

Häufige Fehler

Grob nach Kosten sortiert.

  • Einkaufen vor dem Inventar. Eine aus Anbieterseiten geschriebene Auswahlliste bewertet Breite. Eine aus deinem eigenen Flow-Umsatz geschriebene bewertet die zwei oder drei Nachrichten, von denen du tatsächlich abhängst.
  • Nach Kanalsummen urteilen. Wenn eine Nachricht 40 % des Umsatzes trägt, ist eine Kanalzahl ein Mittelwert über etwas, das nicht mittel ist. Sie kann keinen Vergleich entscheiden.
  • Das alte Diagramm nachbauen. Flow-Logik aus einem anderen Tool kodiert dessen Trigger und Wartezeiten. Bau stattdessen vom Ereignis her neu — angefangen bei dem einen Flow, der verdient.
  • Eine Kontaktliste für eine Einwilligungsliste halten. Die Daten ziehen um, die Erlaubnis nicht. Prüf das Opt-in vor dem ersten Versand, nicht nach der ersten Beschwerde.
  • E-Mail abschalten, um ein Abo zu sparen. Über die Shops, mit denen wir arbeiten, sind rund 24 % der Kund:innen nur per E-Mail erreichbar und 34 % nur über WhatsApp. Den Kanal abzuschalten, der ein Viertel deiner Kundschaft erreicht, ist die teuerste Ersparnis, die es gibt.
  • Im vierten Quartal migrieren. Ein Programm während der umsatzstärksten Wochen umzuziehen macht aus kleinen Pannen verlorenen Umsatz. Zieh in einem ruhigen Monat um oder warte.

Eine Omnisend-Alternative ist eine kurze Entscheidung, sobald du sie nicht mehr als Produktvergleich behandelst. Schreib auf, was du automatisierst, markiere die zwei oder drei Nachrichten, die verdienen, und prüfe nur drei Dinge dagegen: Gibt es den Trigger, wie viel deiner Kundschaft erreicht der Kanal, und kannst du pro Flow zuordnen? Die Einwilligung startet in jedem Fall neu — plane sie einzusammeln, nicht zu importieren.

Hol dir vor jedem Vergleich die Zahl, die alle anderen deckelt: wie viel deiner Kundschaft du heute auf WhatsApp erreichen könntest und was die Lücke pro Monat wert ist. Prognose berechnen — wenige Minuten, auf deinen eigenen Shopify-Daten, ohne Code.

Dieser Artikel ist eine Zusammenfassung und keine Rechtsberatung. Einwilligungsanforderungen unterscheiden sich je nach Markt und Erhebungsweg — lass deinen Opt-in-Prozess von der eigenen Rechtsberatung prüfen, bevor du dich darauf verlässt.

Quellen: Shopify Help Center — Kontakte verwalten (Shopify, abgerufen am 2026-10-01); Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO) (EUR-Lex, 2016). Produktverhalten und Reichweitenzahlen stammen aus der Keaz-Produktdokumentation und dem Keaz Help Center, abgerufen am 2026-10-01.

Häufige Fragen

Welche Flows baue ich zuerst neu?
Sortiere sie nach zugeordnetem Umsatz der letzten 90 Tage, nicht danach, wie lange der Bau gedauert hat. In den meisten Shops tragen zwei oder drei Nachrichten fast alles — auf WhatsApp konvertiert allein Cart Recovery mit 18–30 % und trägt rund 40 % des Kanalumsatzes. Diese zuerst, dann live gehen, dann erweitern.
Kann ich meine bestehenden Kontakte in ein WhatsApp-Tool importieren?
Kontakte und Bestellhistorie kommen aus Shopify, das ist unkompliziert. Die Erlaubnis kommt nicht mit: Shopify speichert die Marketing-Einwilligung für E-Mail, SMS und WhatsApp als drei getrennte Zustände an einem Kontakt, und die DSGVO verlangt eine Einwilligung für den bestimmten Fall. Plane das WhatsApp-Opt-in einzusammeln, nicht zu erben.
Muss ich mein E-Mail-Tool abschalten?
Nein, und in den meisten Shops würde es Geld kosten. Über die Shops, mit denen wir arbeiten, sind rund 24 % der Kund:innen nur per E-Mail erreichbar und 34 % nur über WhatsApp, etwa 38 % über beide. Die Kanäle ergänzen sich deutlich mehr, als sie sich überschneiden.
Wie lange dauert es, bis ein neues Setup vergleichbare Zahlen liefert?
Die Reichweite gibt das Tempo vor. Shops starten typischerweise bei 35–55 % ihrer Kund:innen aus den letzten 12 Monaten und kommen in rund 60 Tagen über 85 %, sobald die Erfassung läuft. Miss die ersten 90 Tage an deiner eigenen Woche vier, nicht am besten Monat des alten Tools.
Was ist mit Kund:innen, die vor über einem Jahr zuletzt gekauft haben?
Die brauchen eine erneute Einwilligung statt eines Imports. Smart Activation fragt ruhende Kontakte einmal und ist bewusst auf zwei Durchläufe pro Jahr begrenzt, damit eine alte Liste in vertretbarem Tempo neu aufgebaut wird statt auf einen Schlag.
Nils Spölgen

Nils Spölgen

Founder bei Keaz. Serial Founder im Chat-Marketing — hat aus einer lokalen Agency Keaz gemacht, die WhatsApp-Marketing-Plattform für Shopify. MVP bootstrapped, Funding geholt und auf 200+ Merchants in DACH skaliert. Schreibt über Flows, Opt-in & DSGVO, Klaviyo und realistische Umsatz-Benchmarks — und rechnet lieber konservativ als beeindruckend. Profil ansehen

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